Bezeichnung der Anlagenteile (siehe Foto):
1 Kombibecken (neu)
2 Schlammsilo (Bestand)
3 Sammelbecken für Trübwasser (Umbau)
4 Gebläse- und Elektrostation (neu)
5 Rechenhaus (Bestand)
6 Klärwärterhaus (Bestand)
7 Oxidationsgraben (Rückbau)
Dazu war Trockenwetter notwendig, damit zur Pufferung des Zulaufs das Regenrückhaltebecken (RÜB) mit rund 250 m³ ausreichend war. Der sog. Trockenwetterzufluss liegt ca. 130 m³ pro Tag. Nach dem Abschiebern des Zulaufs in den bisherigen Oxidationsgraben und Umleitung in das RÜB mussten einige Schächte abgebrochen, Rohrleitungen zurückgeschnitten und neue Schieberkreuze verbunden werden. Nach dem Öffnen des Zulaufs in das neue Kombibecken, wurde das „zwischengelagerte“ Abwasser aus dem RÜB dem Kombibecken zugeführt. Um den Reinigungsprozess in Gang zu bringen, musste der Schlamm aus dem Oxidationsgraben mit den für den Prozess wichtigen Bakterien in das Kombibecken gepumpt werden. Für den reibungslosen Ablauf waren alle an der Ertüchtigung beteiligten Firmen im Einsatz sowie Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts Ingolstadt anwesend.
Erfreulicherweise waren die Ablaufwerte für chemischen Sauerstoffbedarf, Ammonium-Stickstoff , Nitrit-Stickstoff, Nitrat-Stickstoff und Gesamtphosphor sofort sehr stabil.
Aktuell wird das bisherige Nachklärbecken zu einem Sammelbecken für Trübwasser umgebaut - damit ist das abgesonderte Wasser aus dem Schlammsilo gemeint, dass dem Klärprozess wieder zugeführt wird, was zu einer Verringerung des Nassanteils des Schlamms führt. Die Oberflächen müssen noch gepflastert bzw. asphaltiert werden. Ebenfalls steht noch die Installation einer PV-Anlage aus. Zum Schluss erfolgt eine Ersatzpflanzung für die beseitigten Bäume und Sträucher und eine Umzäunung. Der Fertigstellungstermin ist Ende September.
Text: Roland Sammüller, Foto: Martin Pauleser




