Am Ende eines langen Wegs steht der Segen
Feuerwehr Hitzhofen-Oberzell nimmt mit kirchlicher Feier neues Fahrzeug in Dienst
(Josef Templer Hitzhofen). Bei strahlendem Sonnenschein fand die Segnung des neuen Feuerwehrlöschfahrzeugs LF10 der Feuerwehr Hitzhofen-Oberzell statt. „Denn erst mit der Segnung findet die Beschaffung ihren Abschluss“, betonte Bürgermeister Roland Sammüller in seiner Begrüßung vor zahlreichen Gästen.
Der Weg vom Beschluss im Gemeinderat im Oktober 2021 bis zur Auslieferung „war sehr lange und extrem reguliert“, sagte Sammüller. Als Prämisse galt der Feuerwehrbedarfsplan, der ein Löschfahrzeug für Hitzhofen vorsah. Mit der Feuerwehr wurde eine Fahrzeugausschreibungsgruppe gegründet um die notwendigen umfangreichen Themen für eine europaweite Ausschreibung abzustimmen. Das Bindeglied zur Gemeindeverwaltung war dabei Geschäftsleiter Stefan Popp, selbst ein aktiver Feuerwehrler, „was von Vorteil war“, sagte Sammüller.
Ein Feuerwehrauto sei sehr teuer, so der Rathauschef. Die Anschaffungskosten betrugen rund 540 000 Euro, davon gingen staatliche Fördermittel und eine Spende der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt ab, wofür er sich beim Vorstandsvorsitzenden Reinhard Dirr besonders bedankte. Ein „Gänsehauteffekt“ sei für ihn der Empfang des Fahrzeugs im September 2025 gewesen, wo die Nachbarfeuerwehren aus Hofstetten und Eitensheim den Wagen mit Wasserfontänen begrüßten. Fasziniert sei Sammüller auch gewesen, dass gleich danach die ersten Übungen stattfanden. Ein Dank ging an den Vorsitzenden der Feuerwehr, Michael Dworak, der die Veranstaltung mit der musikalischen Umrahmung durch die Blaskapelle Etting organisiert hatte.
Kommandant Valentin Heindl begann mit den Worten „Heute ist ein ganz besonderer Tag für unsere Feuerwehr und ich darf sagen: Ein Tag, auf den wir lange hingearbeitet haben.“ Heindl ließ den Ablauf der Organisation kurz Revue passieren. Die Fahrzeugausschreibungsgruppe mit acht Teilnehmern startete im Februar 2022 und danach stellten verschiedene Aufbauhersteller ihre Fahrzeuge am Feuerwehrhaus vor. Die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen in mehreren Losen „war sehr arbeitsintensiv“, so dass im Juni 2023 mit dem Ausschreibungsbüro Dittelmann die Ausschreibung veröffentlicht werden konnte. Den Zuschlag für das Fahrgestell und den Fahrzeugaufbau ging an die Firma Lentner in Hohenlinden. Die Fahrzeugbeladung und Atemschutz an die Firma Jahn aus Wendelstein.
Im Juli 2024 erfolgte die Baubesprechung bei Lentner und im Juni 2025 die Besprechung der Beladepläne. Am 26. September 2025 war es dann so weit, das Fahrzeug konnte nach dreieinhalb Jahren endlich abgeholt werden. Für die viele Arbeit im Hintergrund waren 40 Sitzungen der Fahrzeugausschreibungsgruppe notwendig, die dafür über 900 Arbeitsstunden ehrenamtlich leisteten. Dafür zollte der Kommandant höchsten Respekt. Weiterhin bedankte er sich bei der gesamten aktiven Mannschaft, die nach dem Empfang des Fahrzeugs intensiv mit dem neuen Material geübt haben, so dass das LF10 nach nur zehn Tagen „einsatzklar“ gemeldet werden konnte.



