Gemeinde Hitzhofen

Dorfverschönerung Hofstetten

Arbeitskreis

Arbeitskreis  Dorfverschönerung Hofstetten

Bericht des Arbeitskreises „Dorfverschönerung“

Datum: Nov.´18

Punkte:       1. Erhalt von blühfähigen Wegrändern

                   2. Lebensinseln

                   3. Baum des Jahres

                   4. Pflege der bestehenden Wanderwege am Waldwichtelpfad

                   5. Allgemeines

                   6. Nächster Termin


Ad 1:
Ein uns wichtiger Punkt ist der Erhalt der blühenden Streifen, sprich: Begleitgrün, an Feldern und landwirtschaftlichen Wegen. Das zu frühe Abmähen der blühenden Wegränder bereits im Mai verhindert das Aussamen der Pflanzen. Tieren, wie Feldhasen und anderen kleinen Säugern wird die Möglichkeit eines Verstecks genommen und auch den Insekten wird ihre Lebensgrundlage weiter zerstört.

Deshalb haben wir nach Möglichkeiten gesucht, die Wichtigkeit dieser ökologischen Flächen sowohl den Landwirten als auch den Nutzern dieser Wege deutlich vor Augen zu führen.

Folgende Ideen wurden unter diesem Aspekt gesammelt.

  • Vortrag über die Bedeutung der blühenden Vegetation am Feldrand.
  • Schilder direkt an den Streifen aufstellen, um die Bedeutung dieser intakten blühenden Flächen für die Insekten und Kleinsäugetiere zu veranschaulichen.
  • Artikel fürs Gmoabladl Ende März schreiben und eine persönliche Ansprache der betreffenden Landwirte durch den Bürgermeister Roland Sammüller.


Ad 2
Lebensinseln
Lebensinseln bringen biologische Vielfalt auf öffentliche und gewerbliche Flächen

Lebensinsel –Doch was ist das eigentlich?
Lebensinseln sind mehr als nur Blühflächen! Sie verwandeln öffentliches Brachland in Biotope. Lebensinseln bestehen aus mindestens einem, in der Regel mehreren sog. "Naturmodulen". Ein Naturmodul ist beispielsweise eine Blühfläche oder ein Steinhaufen, ein Teich oder ein Sandarium (nach Markus Gastl) o. ä. Je mehr Module, desto mehr komplexe Lebensräume können für bedrohte einheimische Tiere und Pflanzen entstehen.

Lebensinseln werden, sofern Pflege nötig ist, entweder von der Kommune/Eigentümer im Sinne der Nachhaltigkeit gepflegt oder durch einen Paten, der sich für das Anlegen und den Erhalt einer Insel einsetzt.

Geeignete Flächen dafür sind z.B.

  • Feldränder
  • Grünanlagen der Gemeinde
  • Flächen an Kitas, Schulen und ähnlichen Einrichtungen oder Spielplätzen
  • Freiflächen von Gewerbebetrieben


Je nach Platzangebot finden dort folgende Naturmodule Platz:

  • Ansitzstangen für Greifvögel           
  • Wildsträucher & -bäume
  • Nistkästen                                     
  • Wildbienennisthilfen
  • Steinhaufen                                    
  • Benjeshecken
  • Wasserstelle                                  
  • Sandhaufen 
  • Totholzhaufen                                 
  • Wildblumenansaaten


Ad 3:
Da die Idee der Pflanzung eines einzelnen Baumes für ein neugeborenes Kind zu viel Fläche beanspruchen würde, wurde beschlossen den „Baum des Jahres“ zu pflanzen.

Seit 1989 wird in Deutschland jedes Jahr der „Baum des Jahres“ gekürt. So soll auf den Wert der Bäume für uns Menschen aufmerksam gemacht werden. Die Flatter-Ulme wurde durch die Dr. Silvius Wodarz Stiftung zum Baum des Jahres 2019 gekürt.

Sie ist bei uns u.a. an der Donau zu finden. Sie ist an das Leben am Wasser gewöhnt, was sie zu einem wichtigen Baum der Flussauen macht. Auch mit trockeneren Bedingungen kommt sie zurecht und wird deshalb schon seit langer Zeit von vielen neben der Linde als Alleebaum geschätzt.

Als einziges einheimisches Gehölz bildet die Flatter-Ulme vor allem auf Nassstandorten Brettwurzeln aus, die ihr zusätzliche Stabilität verleihen. Die urig anmutenden Wurzeln erinnern an jene in fernen Regenwäldern.

Ihren Namen hat die Flatter-Ulme von ihren an langen Stängeln hängenden Blüten und Früchten, die ab Frühling im Wind “flattern”.

Besonders macht die Flatter-Ulme, dass sie anders als ihre zwei heimischen Verwandten die Berg- und Feld-Ulme, nicht anfällig gegenüber der sogenannten Ulmenkrankheit ist.

Da der Überträger des Pilzes, der Ulmensplintkäfer, die Flatter-Ulme weitestgehend in Ruhe lässt, bleibt diese verschont. Das gibt Anlass in ihr einen Baum der Zukunft zu sehen, der in vielerlei Hinsicht in Natur und Stadt weiterhin seinen Platz finden sollte. In Deutschland wird der Baum in vielen Gebieten als sehr selten angesehen, was ihn zusätzlich schützenswert und für Pflanzvorhaben interessant macht. Text und für weitere Info: www.baum-des-jahres.de/baeume-1989-2018/.

Eventuell kann man die Idee der „Geburtsbäume“ realisieren, indem man den Eltern die Bäume für ihr Privatgrundstück überlässt.


Ad 4:
Es muss sich um die bestehenden Wanderwege am Waldlehrpfad gekümmert werden.

Um die Arbeit auf alle zu verteilen, soll ab 2019 ein Kalender gepflegt werden, an dem in regelmäßigen Abständen eine Begehung des Weges erfolgen soll, um anstehende Arbeiten dann gemeinsam zu erledigen.


Ad 5:
- Angemerkt wurde, dass die Hecke am Holzplatz, die durch die Erschließung der einzelnen Bauabschnitte des Baugebietes „An der Veitskapelle“ abgeholzt wurde, dringend wieder angepflanzt und durch eine kleine optische Abgrenzung geschützt werden muss.

Folgende Sträucher wurden dafür genannt: Sanddorn, Schlehe Hagebutte, Zaubernuss.

Auch die von den Kindern angepflanzte Windschutzhecke am Winkel in Richtung Norden benötigt Nachpflanzungen, da aufgrund der extremen Witterung einige Setzlinge eingetrocknet sind.

Auch die Hecken im Baugebiet Kiefernweg müssen dringend nachgepflanzt werden, da durch ausgefallene Sträucher starker Unkrautbefall stattgefunden hat.

Beide Aufgaben werden von der Gemeinde übernommen. Danke dafür!

- Auch die dringende Anschaffung eines Balkenrasenmähers wurde nochmals bekräftigt. Dieser soll jedoch ausschließlich von einer definierten Anzahl von Personen mit Fachkenntnis genutzt werden.

Hintergrund ist folgender:

Um einen Magerrasen zu erhalten, ist es zwingend erforderlich, das Schnittgut zu entfernen, damit sich der Stickstoffanteil des Bodens reduziert. Erst dann hat ein Magerrasen, Grundlage für den Erhalt der Artenvielfalt mit seinen charakteristischen Pflanzen eine Chance sich zu entwickeln. Wichtig ist es darüber hinaus die Fläche einmal Ende August und einmal Ende Oktober zu mähen.

Die dafür vorgesehenen Blühflächen sind an der Ringstraße, Rasenfläche an der Gungoldinger Straße, die Fläche hinter der Kläranlage und gegenüber dem Kipfeler´s Kreuz am Beginn des Wichtels und Waldlehrpfades.

- Bei der Gestaltung der ökologischen Freifläche an der Kläranlage nach einem Plan von Markus und Connie, muss der Standort einer neuen Maschinenhalle und unter Umständen eine evtl. Erweiterung der Kläranlage berücksichtigt werden.  Dies muss erst noch im Gemeinderat geklärt werden.


Ad 6:
Vortrag: 12.03.19, 19:00 Uhr im SJH Hofstetten: „Insektenfreundlicher Garten“, Frau Helbig

Unser nächstes Treffen findet am Mittwoch (!) 20.03.19 um 19:30 Uhr im Pfarrheim statt.

 

Copyright © Gemeinde Hitzhofen  2019